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Geschichtliches Die erste evangelisch - lutherische Kirche Melles wurde kurz nach dem Dreißig-jährigen Krieg, in den Jahren 1651/52, erbaut. Nach den Bestimmungen der Capitulatio Perpetua, einer Art Ausführungsgesetz zum Friedensvertrag von 1648, das u.a. die konfessionellen Verhältnisse im Fürstbistum Osnabrück regelte, waren in der Stadt Melle beide Konfessionen zugelassen. Die alte Kirche blieb den Katholiken, während die evangelischen Christen die Erlaubnis zum Bau einer neuen erhielten. Diese Kirche wurde schon etwa siebzig Jahre später, bei dem großen Brand vom 10. Mai von 1720, der zwei Drittel der Stadt einäscherte, bis auf die Grundmauern zerstört. Den Wiederaufbau konnte die verarmte Gemeinde nur dank der großzügigen Unterstützung durch Fürstbischof Ernst August II. von Osnabrück, mit Hilfe von Kollekten, die bis nach Köln und Holland gesammelt wurden, und in mühsamer Eigenarbeit (Hand - und Spanndienste) bewältigen.
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