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Geschichtliches
K I R C H EEin Rundgang durch die Kirche
| | Der Rundgang durch die Kirche beginnt am Westportal. Ein Inschriftenstein mit der Jahreszahl 1652, der 1962 in altem Bauschutt gefunden und links hinter dem Turmeingang in die Wand eingesetzt wurde, erinnert an die Capitulatio Perpetua und die Errichtung der ersten evangelischen Kirche an diesem Ort. Im Eingangsbereich unter dem Turm weist rechter Hand eine Tafel von 1724 auf den Brand und die Fürsorge des Landesherrn beim Wiederaufbau der Kirche hin. Die Petri-Kirche ist eine dreischiffige Hallenkirche mit gotischen Stilelementen und einem polygonalen Ostabschluß. Hauptschiff und Seitenschiffe sind von spitzbogigen
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Kreuzgratgewölben überfangen, die von schlanken quadratischen Pfeilern mit Vorlagen aufsteigen.
Altar, Kanzel und Taufe - im Barockstil - wurden für den Neubau von den damaligen Besitzern der Häuser Gesmold, Bruche und Ostenwalde gestiftet und tragen deren Wappen.
Den Deckel des Taufsteins krönt eine Statuette Johannes des Täufers. Die Taube aus Blei, Symbol des Heiligen Geistes, dient als Gegengewicht.
Die Altargemälde zeigen das Abendmahl und die Auferstehung. Als Seitenfiguren sind ihnen Moses mit den Gesetzestafeln und der Hohepriester Aaron bzw. Petrus und Paulus, die Zeugen des Auferstandenen, beigegeben. Die Putten mit den Leidenswerkzeugen am Gesprenge weisen auf die Passion Jesu hin.
Auf dem Schalldeckel der Kanzel wird in der Skulptur des triumphierenden Christus mit der Siegesfahne das Thema der Auferstehung wieder aufgenommen. Die Figuren an der Kanzelbrüstung stellen Christus als Weltenherrscher und die vier Evangelisten dar. Die reichen Verzierungen mit Akanthusblättern, schon in der Antike ein Unsterblichkeitssymbol, sind in einer christlichen Kirche ein Hinweis auf den Glauben an Auferstehung und Ewiges Leben.
Ein als Erdenrund gestalteter Leuchter steht seit dem Ewigkeitssonntag 1997 rechts vom Altar. Der aus Messing geformte Äquator trägt die Inschrift: „ Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt “.
Die farbigen Glasfenster im Chor erinnern an die 103 Gefallenen des 1. Weltkrieges aus der Petri-Gemeinde. Sie wurden von Angehörigen gestiftet. Das Bild des Gekreuzigten unter dem südlichen der beiden Fenster ist die Stiftung eines Konfirmandenjahrgangs der späten zwanziger Jahre.
Das Wappen Ernst Augusts II. als Deckengemälde im Chorgewölbe zeugt von der Dankbarkeit der Gemeinde für die Fürsorge des Landesherrn beim Bau der Kirche. Ein Gewölbeschlussstein im Mittelschiff trägt das Wappen Idel Jobsts von Vincke, der sich nach dem Brand von 1720 als Baubeauftragter des Bischofs große Verdienste um den Wiederaufbau der Stadt und der Petri-Kirche erworben hat.
Die Brüstungstafeln der Nordempore sind bemalt mit den Wappen von Besitzern der Häuser Bruche und Laer, mit einer Zusammenfassung der Geschichte der Petri - Gemeinde, dem Bild des Reformators Martin Luther mit Erläuterungen und einer Darstellung der Taufe Jesu.
An der Ostempore werden links und rechts vom Altar die vier großen Propheten den vier Evangelisten zugeordnet. Auf der Brüstung der 1905 errichteten Südempore findet sich das Wappen der Stadt Melle.
Die beiden Kronleuchter wurden 1726 und 1759 gestiftet, und zwar von dem damaligen Bürgermeister bzw. dem letzten Meller Scharfrichter.
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