Der Posaunenchor

Bild: U.Niederholtmeyer-Busch

Ein Bericht vom Kirchentag auf dem Weg 2017

Über 70 Posaunenchorbläser aus Mettingen, Lienen, Ledde, Melle und dem Tecklenburger Bläserkreis machten sich am letzten Mai-Wochenende auf zum 36. Deutschen Kirchentag, zunächst nach Leipzig zum Bläserfest. Am Sonntag ging es weiter nach Wittenberg auf die Elbauen, wo das 500. Reformations-Jubiläum vor der Silhouette der Reformationsstadt mit einem großen gemeinsamen Abschlussgottesdienst mit 120.000 Besuchern und 4.000 Bläsern gefeiert wurde.

Offene Menschen und freundliche Gastgeber formten eine tief angenehme Art von Gemeinschaft und Zugehörigkeitsgefühl, unter den Bläsern und auch mit den vielen anderen Besuchern. Die vielen Veranstaltungen, u.a. mit Kunst und Musik mit dem Thomanerchor oder Bibelarbeit mit Margot Käßmann, luden zum Diskutieren oder zum Nachdenken ein, alles in ungezwungener Atmosphäre.
Und genau hier wurde allen Teilnehmern deutlich, was Reformation überhaupt bedeutet. Das Jubiläumsfest war keine Feier zu Ehren einer langen Zeitspanne oder der Zustände davor. Gefeiert wurde das Weiterdenken, das Aufbrechen alter Denkmuster, der Schritt in die Zukunft, der nur gemeinsam wirklich wirkungsvoll ist - ob nun Klima, Politik oder Religion betreffend. Problematisch hierbei war nur der Personenkult um Martin Luther, der hin und wieder herausstach. Natürlich gäbe es ohne ihn die Reformation gar nicht, doch im Endeffekt sollten die Werte, die man mit dem historischen Ereignis verbindet, noch wichtiger sein als ihr Initiator selbst. Diese Werte teilen sich immerhin auch die Religionen und Konfessionen, die mit Luther gar nichts zu tun haben.
Die Musik der Posaunenchöre war somit eigentlich eine Metapher. In einem Workshop wurden alte Psalmen neu vertont und das sogar mit Pop-Band, unterstützt von einer ganzen Kirche voller Blechbläser, die zum Gelingen eines Experiments beitrugen. Eine Metapher, die auch noch gut klingt.
Mit mehreren Tausend Bläsern wurde jedoch nicht nur der Leipziger Augustusplatz gefüllt, sondern auch die Elbwiesen Wittenbergs beim großen Abschlussgottesdienst. Die einzelnen Posaunenchöre aus ganz Deutschland, darunter auch aus Mettingen, Lienen, aus Ledde, Melle und dem Tecklenburger Kirchenkreis verschmolzen hier mit zu einem bereits visuell eindrucksvoll großen Klangkörper, der den Gottesdienst weitestgehend musikalisch untermalte oder das Orchester unter Leitung von Ralf Grössler erweiterte.
Wie stark Gemeinschaft sein kann und könnte, demonstrierte Bischof Makgoba aus Südafrika in seiner mitreißend aufwühlenden Predigt im Stile Martin Luther Kings. So forderte er mehr Toleranz, mehr Mitgefühl und mehr Tatendrang, der im guten Sinne auch radikal sein müsse, um etwas zu bewegen und besser zu machen.
Zur Unterstützung von Aussagen wie dieser wird man wohl auch in 500 Jahren gerne noch zusammen Musik machen.

M. Busch

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c: S.Wallis

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Ursula-Maria Busch Portrait als Dirigentin
Ursula-Maria Busch
Tel.: 05422 42151

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